Senioren Union im Kreis Warendorf gegen Energieprämie
Die Bundesregierung möchte die Menschen wegen der gestiegenen Energiepreise durch eine Prämie entlasten, die von Arbeitgebern bis zu 1.000 € steuerfrei den Beschäftigten gezahlt werden sollen. Was gut klingt, bringt erheblich Probleme.
„Die Energieprämie ist in dieser Form eine politische Wohltat zu Lasten Dritter, sie ist unsozial, mittelstandsfeindlich und beschädigt den gesellschaftlichen Zusammenhalt,“ erklärt der Vorsitzende der Senioren Union im Kreis Warendorf, Dr. Wolfgang Kirsch.
Kirsch weist darauf hin, dass diese Energieprämie etwa Rentnerinnen und Rentner, aber auch Selbständige oder kleine Unternehmen, die sich das nicht leisten können, ausschließt – obwohl auch die unter den gestiegenen Energiekosten leiden.
Wer die Prämie bekommt und wer nicht, werde – so Kirsch – außerdem zu Konflikten führen. Beschäftigte finanzstarker Unternehmen würden die Prämie eventuell erhalten. Aber gerade in Bereichen wie z.B. der Gastronomie, die ums Überleben kämpfen, wird dies nicht möglich sein. Das führt zu Ungerechtigkeiten und Frust. Sollten auch noch die hoch verschuldeten Gemeinden, Länder und der Bund diese Prämie an die Beschäftigten zahlen – fällig wären ca. 5 Milliarden € - „dann fehlt jedes Verständnis in der Bevölkerung“, so Kirsch abschließend.