Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen
Im Mittelpunkt der Konferenz stand der Bericht des Bundesvorsitzenden der Senioren-Union, Hubert Hüppe, zum Thema „Ein Jahr Bundesvorsitzender – Bilanz und Ausblick“.
Hubert Hüppe berichtete über seinen politischen Werdegang und seine Arbeit seit der Wahl zum Bundesvorsitzenden vor einem Jahr. Er unterstrich insbesondere seine regelmäßige Präsenz in den Orts- und Kreisvereinigungen und sein Ziel, die Senioren-Union innerhalb der CDU politisch wieder stärker zur Geltung zu bringen.
Die Senioren-Union müsse „mitreden“ und „gehört werden“. Die Interessen und Erfahrungen der älteren Generation sollten stärker in die politische Willensbildung der CDU einfließen. Dazu gehöre auch eine angemessene Beteiligung der Senioren-Union an CDU-Parteitagen sowie die Möglichkeit, eigene Anträge einzubringen.
Hüppe betonte die Bedeutung des christdemokratischen Werteverständnisses und einer offenen, sachlichen politischen Diskussion. Unterschiedliche Auffassungen müssten ausgesprochen werden können. Gleichzeitig verwies er auf die Aktualität der Auseinandersetzung mit Antisemitismus.
Als wichtige Anliegen nannte Hüppe insbesondere die Barrierefreiheit für die ältere Generation. Dies betreffe sowohl den öffentlichen Raum als auch zunehmend die digitale Welt. Auch auf kommunaler Ebene müsse die Senioren-Union stärker mitwirken. Persönliche Ansprechpartner in den Rathäusern sollten weiterhin gewährleistet sein.
Die ältere Generation leiste bereits heute einen erheblichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben und im Ehrenamt. Hüppe bezeichnete sie als „Rückgrat der Demokratie“.
Breiten Raum nahm die Renten-, Pflege- und Sozialpolitik ein. Die Senioren-Union habe sich mit entsprechenden Anträgen in die politische Diskussion eingebracht. Bei Reformen müssten soziale Gerechtigkeit und finanzielle Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden. Leistung müsse sich auch im Rentenanspruch widerspiegeln. Gleichzeitig seien unnötige Ausgaben und Missbrauch im Sozialsystem zu vermeiden.
Hüppe stellte den Zusammenhang von Wirtschafts- und Sozialpolitik heraus und formulierte den Grundsatz: „Erst verdienen, dann verteilen.“ Auch eine frühere Einbindung von Schülern und Studenten in den Arbeitsprozess könne zur Sicherung der sozialen Systeme beitragen.
Weitere Themen waren Migration und Integration, die Situation in den Städten sowie Fragen der Sicherheit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die damit verbundenen Probleme müssten offen und sachlich angesprochen werden.
Hüppe sprach sich für eine klare politische Agenda der CDU und eine konsequente Umsetzung vereinbarter Reformen aus. Die politische Mitte müsse verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.
Zum Abschluss unterstrich Astrid Birkhahn die Bedeutung der Senioren-Union als Vereinigung der CDU und wichtige Basis vor Ort. Die zentrale Frage für die zukünftige Arbeit laute: „Was können wir tun?“
Es gelte, Vertrauensverlust entgegenzuwirken und die Erfahrungen der älteren Generation stärker zu nutzen. Die Mitglieder der Senioren-Union seien wichtige Zeitzeugen einer Generation, die über Jahrzehnte für Frieden, internationale Freundschaft und Wohlstand gearbeitet habe.